Maltechniken

Acryl
Jede Malfarbe, die Acrylharz enthält, das aus synthetischen Acryl- oder Propen- (einem Erdölderivat) Säuren gewonnen wird.

Aquarell
Mit Wasserfarben gemaltes Bild. Malgrund sind in der Regel Spezialpapiere, die durch die transparente Farbauftragung durchschimmern.

Ars Linea

Dreidimensional-lineare Bildgestaltung, entwickelt von der Künstlerin "nösi". 

 

Bildträger
Ein Untergrund zum Malen oder Zeichnen – Maltuch, Platten, Papiere, Karten, Holz etc.

Collage
Verschiedene Materialien (z.B. Papier, Textilien usw.) werden auf das Bild geklebt und teilweise übermalt.

Digitaldruck, Kunstdruck, Kunstreprographie, Vetrografik
Kunstkopien in unterschiedlichen Verfahren. Z.B. Mit Vetrografik wird das Bild aus mehreren tausend Einzelflächen und Linien aufgebaut. Je nach Motiv oder Idee ergibt sich ein sehr hoher Arbeitsaufwand. Eine weitere Computergrafik ist pixelorientiert, und ist durch quadratische Bildpunkte aufgebaut. Verwendet wird diese Technik für Fotobearbeitung und Retuschen.

Enkaustik
Antikes Malverfahren, bei dem Pigmente mit heissem Wachs gebunden werden.

 

Firnissen

Dem Bild wird der "letzte Schliff" der Firnis (Oberflächenschutz) aufgetragen.

Fresco

nach oben(ital. frisch)
Eine Technik der Wandmalerei, bei der mit wasserlöslicher Farbe auf frischen Putz gemalt wird. Auch „Fresco buono“ oder „Buono-fresco-Malerei“.

Grisaille
(franz. „Grau in grau Malerei“)
Eine monochrome, nach hell-dunkel Tönen abgestufte Malerei oder eine graue Untermalung.

Gummiarabikum
Ein Gummi, das aus bestimmten Akazienarten gewonnen wird, als Lösung ein Malmittel für Aquarellfarben.

Impasto
Eine Technik, bei der die Farbe dick (pastos) mit dem Pinsel, Malspachtel oder der Hand aufgetragen wird, um eine texturierte Oberfläche zu bekommen. Auch die Bezeichnung für die Ergebnisse dieser Technik.

Komposition
Die Anordnung der Bildelemente auf einem Gemälde oder einer Zeichnung durch die Künstlerin oder den Künstler.

Lasur
Farbauftrag mit transparenten oder halb deckenden Farben. In der Schichtmalwiese wird mit übereinander gelegten Lasuren der darunter liegende Farbton modifiziert oder verstärkt.

Lavieren
Das Anlegen verlaufender Farbflächen mit nassem Pinsel (verwaschen), um einer Zeichnung eine zusätzliche leichte Tönung zu geben: z.B. „lavierte Federzeichnung“

Limitierung nach oben
Im Unterschied zu Druckgrafiken müssen „Original-Grafiken“ limitiert, nummeriert und vom Künstler handsigniert sein.

Lithografie
Auf eine Kalksteinplatte (wird heute oft durch eine Zinkplatte ersetzt) wird ein Motiv seitenverkehrt, mit Tusche oder fetthaltiger Kreide aufgetragen. Die fetthaltige Kreide wirkt Wasser abstossend und der Kalkstein nimmt Wasser auf. Beim Auftragen der Farbe wird der Stein nass gehalten, so dass die Farbe nun an den Bildstellen haftet. Mit Hilfe einer speziellen Presse wird das Bild gedruckt.

Malmittel
Die Flüssigkeit, in der Pigmente aufgeschwemmt werden, zum Beispiel Leinöl für die Ölmalerei und Acrylharz für die Acrylfarben. Auch „Medium“.

Mischtechnik
Die Kombination zweier oder mehrerer Maltechniken in einer Arbeit, z.B. einer lasierenden Ölmalweise mit einer Temperauntermalung.

Mixed Media
Beim Malen und Zeichnen wird damit die gleichzeitige Benutzung verschiedener Materialien in einem Bild bezeichnet – z.B. Tusche, Aquarellfarbe und Wachsmalstifte oder auf einer Kombination verschiedener Bildträgermaterialien – z.B. Zeitung und Karton.

Ölmalerei
Pigmente, die in Leinöl aufgeschwemmt werden. Benötigt sehr lange Trocknungszeit.

 

Pan Art
Basierend auf selbsthergestellten Farben, nach dem Rezept des Entdeckers und Entwicklers Matthias Baumgartner (Masu).
Unterarten der PanArt Malerei: Panta Rhei (alles fliest), Pan Linea-, Pan Mode-, Pan Collage-, Pan Spachtel- und Pan Skrafitti-Technik.

Pentiment nach oben 
Nicht getilgte, noch sichtbare Linien oder Konturen in einer Zeichnung oder einem Gemälde.

Pigmentbilder
Bilder im Pigmenten (mit Bindemitteln versetzter Farbstoff aus der Natur) ohne Zusätze von synthetischen Farben (z.B. Speckstein-Pigmenten).

Pleinair
(franz. Freiluft)
Bezeichnung für die Malerei im Freien, direkt in der Natur.

Radierung
Eine Weiterentwicklung des Kupferstichs. Der Druckträger, in der Regel eine Kupfer- oder Zinkplatte, wird mit einem säurefesten Ätzgrund beschichtet. Mit der Radiernadel zeichnet der Künstler die Darstellung auf die Platte und legt so teilweise den Malgrund frei. Im anschliessende Säurebad werden diese freigelegten Partien weggeätzt. Der Druck erfolgt wie beim Kupferstich im Tiefdruckverfahren.

Schwundriss
Wenn Grundregeln in der Ölmalerei „Fett auf mager“ nicht beachtet wurde, können Farbschichten oder der Firnis reissen. Dabei bilden sich zuerst Sprünge, dann Risse.

Secco
Wandmalerei auf trockenen Gips- oder Kalkputz, der vor dem Farbauftrag angefeuchtet wird.

Serigrafie, Siebdruck
(Durchdruck, Serigrafie, Silkscreen): Die Druckfarbe wird durch eine Schablone (z. B. aus Papier), die auf der siebartigen Bespannung (z. B. aus Chemieseide) eines Druckrahmens befestigt ist, durch Rakel auf den Bedruckstoff gedrückt. Beim künstlerischen Siebdruck (Serigrafie) verwendet man geschnittene Schablonen oder zeichnet das Bild mit Fetttusche, Lithografiekreide oder gelösten Druckfarben auf das Sieb. Dann wird eine Leimlösung aufgetragen und nach deren Trocknung das aufgezeichnete Bild mit Benzin ausgewaschen.

Sfumato nach oben
(ital. rauchig)
Allmählich verschwimmende Umrisse und Farbübergänge.

Sgraffito
(ital. kratzen)
Mit einem scharfen Gegenstand wird in eine Farbschicht gekratzt oder geritzt um die Farbe des Grundes oder eine darunter liegende Farbschicht aufzudecken.

Sinopia
Vorzeichnung eines Freskos sowie die rötlich-braune Kreide, die für die Vorzeichnung verwendet wird.

Skizze
Ein Entwurf oder eine Rohzeichnung. Skizzen werden oft gemacht, um die Wahrnehmung zu verschärfen und die Technik zu verbessern.

Studie
Detaillierte Zeichnung oder ein gemalte Teil einer Komposition zur Verschärfung der Wahrnehmung.

Tempera
Mit Tempera werden Farben bezeichnet, deren Farbpigmente mit einem Bindemittel aus einer Wasser-Öl-Emulsion gebunden werden. Nach der Art des wässrigen Emulsionsanteils werden Temperafarben unterschieden in Gummi-, Ei-, Kasein- und Wachstempera. Als Öle werden trockene Öle wie Leinöl, Mohnöl, Walnussöl oder Sonnenblumenöl verwendet oder auch harzige Bindestoffe wie Lacke, Alkydharzlösungen, Terpentine, Wachse. Echte Temperafarben verderben in angemischtem Zustand sehr leicht. Als fertige Tubenfarben können sie nur mit starkem Einsatz von Konservierungsmitteln begrenzt haltbar gemacht werden (das gilt besonders für Kaseintempera. Die Temperamalerei wird zu Beginn der Neuzeit von der Ölmalerei weitgehend verdrängt, da die Ölfarbe leichter zu handhaben und aufzubewahren ist. Für die traditionelle Ikonenmalerei ist Eitempera auf Holztafeln bis heute die bevorzugte Technik.

Unikat nach oben
Ein vom Künstler geschaffenes Werk – Einzelstück.

Vedute
(ital. Ansicht)
Eine genaue Darstellung einer Stadtlandschaft.

Vermalen, Verwischen, Verreiben
Das auflösen von Rändern zweier Farben, dass ein weicher Übergang entsteht.

Wandmalerei
Fresco und Secco.

 

2013 © Karin Frei-Noser